Mittwoch, 16. Januar 2013

Kwa Maritane/ Pilanesberg Nationalpark Part I


Hallo liebe Leser!

Ich hoffe ihr hattet alle eine schöne Weihnachtszeit und seid wieder fit in Arbeit/Schule/Uni/.. gestartet :)
Gestern ging es auch für mich wieder zu meinem Praktikum, nach einem langem, erholsamen und spannenden Urlaub mit Mama & Manfred. Für sie ging es mit vielen neuen Eindrücken am Montag Abend wieder ins kalte Deutschland, ihre Erfahrungen hier in Südafrika werden sie noch in einem Gastbeitrag mit euch teilen ;)

Nachdem wir Weihnachten, hier am 25. Dezember, in einem für südafrikanische Verhältnisse eher „kleinen“ Kreis in Pretoria gefeiert haben (.. ca. 20 Leute) ging es am 28. Dezember in die Nähe von Sun City, nach Kwa Maritane (circa 2 Stunden nord-westlich von Jo'burg).
  Zu Weihnachten muss man sagen, dass es hier nicht so ernst genommen wird. Es kommt eben auch aufgrund der Hitze keine wirkliche Weihnachtsstimmung auf, keine Weihnachtsmärkte, gemütlich einen Glühwein schlürfen, sich im Haus vom Schneetreiben aufwärmen lassen..
Hier verbringt man den 25. Im Kreis der (großen) Familie, isst, trinkt, redet. Geschenke sind auch kein Muss und die wenigsten haben einen Weihnachtsbaum. Sicher gibt es auch gegenteilige Beispiele, so habe ich es nur erlebt ;)
Eine interessante Abwechslung, ich freue mich trotzdem auf das nächste Weihnachten in München ;)

 
Kwa Maritane ist eine Bush Lodge direkt neben dem Pilanesberg Nationalpark. Man kann also von seinem Appartement und seinem Pool aus Zebras, wilder bears und wenn man Glück hat sogar Elefanten beobachten!

<-- hier seht ihr den Felsen der namensgebend für "Kwa Maritane (=Place of the Rock) ist.

Eine andere grandiose Erfindung ist das Versteck „The Hide“, ein circa 20m langer Tunnel führt zu einer Aussichtsplattform, die unter einem Felsen liegt und von dem man an einem Wasserloch Tiere beobachten kann. 








Während unserer Zeit ging es zu einem Morning- und zu einem evening – Game Drive, bei dem man mit einem Ranger durch den Nationalpark fährt uns versucht möglichst viele Tiere zu entdecken.

Früh morgens um vier Uhr quälten wir uns also aus unseren Betten. Gelohnt hat es sich allemal, allein schon für den wunderschönen Sonnenaufgang!


 Für den Anfang gab es erstmal viele Antilopen, wilder bears und Zebras zu sehen!

 

Kurz danach wurde es auf einmal hektischer im Wagen, Löwen wurden gespottet!
Ganz gemütlich lagen sie circa 10m von der Straße entfernt auf einem Felsen und genossen die Sonnenstrahlen. Meistens bekommt man Löwen nur so früh zu sehen, da sie sich während dem Tag wegen der großen Hitze irgendwo im Schatten verstecken.
Und auch eine Giraffe war nicht weit. Sie kaute an einem Knochen um ihre Nahrung an reichen Mineralstoffen zu ergänzen.

Die Elefanten ließen sich an diesem Tag leider nicht blicken, die bekamen wir aber später noch genug zu sehen :)
Das machte unser Ranger, Francois, dem man seine Freude an seinem Beruf wirklich ansah, jedoch wieder wett indem er für ein Chamäleon vor uns auf der Straße eine Vollbremsung hinlegte und uns saure Wildpflaumen zeigte und zum Probieren einlud.

Somit endete auch mein erster Game Drive. Wirklich faszinierend die Tiere so nah in ihrer freien Wildbahn zu sehen, was man sonst nur aus dem Zoo gewohnt ist ;)
 Es gibt noch viiele weitere Fotos aus unserem Urlaub, bleibt also gespannt!.
Vielen Dank auch für die lieben Kommentare! Ich freue mich über jeden neuen Kommentar, also scheut euch nicht ;)

Liebe Grüße und bis bald!
Katja  

Mittwoch, 19. Dezember 2012

See you now now! PART I

Vieles ist hier anders, deshalb starte ich heute eine neue Serie in der ich die Unterschiede zwischen Deutschland und Südafrika und allgemeine Eigenheiten der Südafrikaner aufzeigen werde.
Sicherlich werden mir noch viele neue Eigentümlichkeiten auffallen, deshalb hier erstmal Teil I.

1. See you now now!
African time - den Begriff hört man auch immer wieder. Wie schon im Konsulat erlebt, nehmen die Südafrikaner die Zeit nicht so ernst und auch wenn eine Hochzeit planmäßig um zwei starten sollte, ist es nicht unüblich dass es erst zwei Stunden später losgeht, wenn alle Gäste erschienen sind. Nichts mit deutscher Effiktivität, für die wir unter den Südafrikanern auch wirklich bekannt sind! ("Don't be german on me!" erntete ich als ich eine Kollegin nach der Abfahrtszeit fragte)

Gewöhnungsbedürftig, und nicht immer wirklich einem Sinn entsprechend, sind die Begriffe now, now now und just now.
See you now! - meint nicht unbedingt das deutsche jetzt, in diesem Moment. Es ist eher ein sehr undefinierter Zeitrahmen, in den nächsten 20 Minuten, vier Stunden oder aber auch erst nächste Woche. (Irgendwann einmal, Vielleicht)

I'll do that just now - ist schon eher als now, sollte aber eher als später verstanden werden. Heute sollte es noch klappen.

We are leaving now now! - meint auch nicht unbedingt jetzt/sofort, und auf meine Fragen was man denn für NOW, also jetzt sofort, sagt, habe ich auch keine klare Antwort erhalten. Now now bezieht sich eher darauf, dass man etwas so schnell man Zeit dafür hat erledigt.

Insgesamt kann man sich aber nicht auf diese Erklärungen verlassen, selbst die Südafrikaner kommen manchmal durcheinander mit ihren Zeitangaben! Es ist also Geduld angesagt, und Zeitangaben nicht so ernst zu nehmen ;)

2. Respekt vor älteren Menschen
Respekt vor älteren Menschen wird hier wirklich groß geschrieben.
Begrüßt werden nicht als erstes die Frauen, älteren Menschen, vor allem Männern, wird hier der meiste Respekt zugebracht. So sollte man bei einer Begrüßung also als erstes dem ältesten Mann die Hand geben. Als besonders respektvoll gilt es zudem, wenn man seinen rechten Arm mit der linken Hand berührt, ihn sozusagen vor dem "Gewicht, dem Wissen" der jeweiligen Person stützt.

Außerdem gilt es als äußerst respektlos, vor seinen Eltern oder anderen älteren Menschen zu rauchen. Deshalb habe ich auch nicht nur eine Person getroffen, die zwar oftmals 20 oder 30 Jahre überschritten haben, und trotzdem das Rauchen vor ihren Eltern verheimlichen.


3. Begrüßung
 "Hey, how are you?" - "Thanks, I'm fine and you?" - "Good, thanks!"
Wirklich JEDEN, egal ob deinen Mitarbeiter, die Verkäuferin im Shop, die Tankhilfen oder deine Freunde, egal wie viel du mit ihnen zutun hast, diese Begrüßungsfloskel darf nicht fehlen.
Zu anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, eignet man sich diese Floskel doch recht schnell selber an. (Auch als Deutscher, der schnellstmöglichst auf den Punkt kommen will ;) )


So, dass war es erstmal zu den Unterschieden Teil I.
Falls ich mich nicht mehr melde, wünsche ich euch allen eine wunderbare Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2013! (Sollte die Welt nicht nächsten Samstag untergehen..)
Passt auf euch auf.
Katja :)

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Goodwill Parcel in Bloemfontein

Guten Morgen!

Diesen Montag und Dienstag ging es aufgrund meines Praktikums nach Bloemfontein. Clinix Health Group ist Sponsor und Mitglied des Goodwill Parcel Project, das jedes Jahr um Weihnachten herum Soldaten in Südafrika und ganz Afrika besucht und ihnen Geschenke bringt und ihnen für ihren Einsatz dankt. Dieses Jahr ging es allerdings nur zu Zielen in Südafrika, da es in den anderen Gebieten wie dem Kongo, der zentralafrikanischen Republik, ... zu gefährlich ist.
Von der Waterkloef Airforce Base ging es leider nur per Bus und nicht per Flugzeug, wie letztes Jahr, in 4 Stunden nach Bloemfontein.
Nachdem wir im Hotel unsere Zimmer bezogen hatten ging es auch schon wieder mit dem Bus zum South African Armour Museum und zur School of Armour.
Dort wurden wir von den Armeeleuten begrüßt, wir wurden über den Anfang des SA Armour Museum unterrichtet, es wurde gebetet und Armeelieder gesungen. Hier wird wirklich viel gebetet, allein in diesen zwei Tagen gab es vier Gebete!

Am nächsten Tag ging es zu einer Parade von Soldaten, die in zwei Wochen in den Sudan geschickt werden.
Es wurde erneut gebetet und die südafrikanische Nationalhymne wurde gespielt. Es war wirklich heiß, wir, die Zuschauer, waren unter einem Sonnendach, die Soldaten mussten jedoch in der prallen Hitze stehen und mehrere der Soldaten fielen um und mussten zu einem Krankenwagen gebracht werden.
Nach der Parade gab es etwas zu essen und zu trinken, Reden wurden gehalten und schließlich die Geschenke übergeben.
Anschließend ging es wieder mit dem Bus nach Hause, aufgrund dem Verkehr ganze sechs Stunden. In Johannesburg erwartete uns jedoch ein wunderschöner Sonnenuntergang, mit dem ich mich auch von euch verabschiede.
Liebe Grüße!
Katja


Mittwoch, 5. Dezember 2012

Management Conference in Parys

Hallo liebe Leser!

Vorletztes Wochenende ging es von Freitag auf Samstag nach Parys, zur Management Conference der Clinix Health Group. Parys liegt südwestlich von Johannesburg, circa 1 1/2 Stunden Autofahrt.
Die Konferenz fand in der 4 Sterne venue, Khaya Ibhubesi, statt.
Ein wunderschönes Tagungszentrum, in dem sogar Zebras, Antilopen und Strauße frei herum liefen. Anscheinend gibt es sogar einen Löwen, was ich leider erst nach der Rückfahrt erfahren habe :(

Die Marketing Leute mussten bereits um 7 Uhr vor Ort sein um alles vorzubereiten. In praller Hitze, bei 30° bauten wir Banner und Fahnen auf. Als um 10 die Gäste und Manager kamen, waren wir schon völlig erschöpft. Von der Konferenz haben wir bis auf kleine Ausnahmen nicht wirklich viel mitgekriegt, die Halle für den Award-Abend musste vorbereitet werden, Pokale mussten poliert werden, Zertifikate unterschrieben und in einen Rahmen gebracht werden.

Am Abend wechselte das Wetter dann komplett, es regnete und stürmte die ganze Nacht.
Da ich meine Kamera tollpatschigerweise auf dem Weg (Regen! High Heels!) von unserem Holzhäuschen zum Restaurant fallen lassen habe, funktionierte sie für den Abend leider nicht mehr, und ihr müsst euch mit Handy Fotos zufrieden geben. :/ (Nachdem ich sie aufgeladen hatte, ging sie aber wieder, also keine Sorge ;) )

Es wurden verschiedene Awards, wie für den Manager of the Year, nursing team of the Year,.. vergeben. Für Unterhaltung sorgte ein MC (Moderator) und der südafrikanische Sänger Theo mit seinen Tänzern. Die Südafrikaner sind wirklich ein fröhliches Volk und es wird egal wo, ob während der Konferenz zwischen den Präsentationen oder auf dem Awardsabend, getanzt. Wunderbares Essen gab es auch in aller Fülle und so tanzten manche hartgesottenen Manager bis 3 Uhr nachts.


Ich wünsche euch noch einen schönen Nikolaus! Ich bin leider nicht wirklich in Weihnachtsstimmung, es gibt zwar in jeder Mall einen riesigen Weihnachtsbaum, aber ohne Schnee und Kälte fühlt sich dass doch nicht richtig an ;)

Liebe Grüße!
Katja

Montag, 26. November 2012

Soweto

 Hallo liebe Leser!

Aufgrund zahlreicher Beschwerden schweife ich heute mal nicht zur hiesigen Temperatur ab, ich will ja keine Aggressionen wecken ;) Erkältet euch nicht!

Letzte Woche ging es in zwei verschiedene Krankenhäuser der Clinix Health Group in Soweto. Man sieht wirklich an jeder Ecke ein Krankenhaus, sogar das anscheined größte Krankenhaus der Welt steht hier, das Chris Hani Baragwanath Hospital in Diepkloof. Trotzdem sind die Wartezeiten in den Krankenhäusern sehr hoch, vorallem aufgrund der hohen Bevölkerung von Soweto und den vielen (Erb)Krankheiten, wie AIDS, Diabetes, ..

Soweto ist die Abkürzung für South Western Townships, eine riesige Ansammlung von verschiedenen Townships, die 1963 zusammengeschlossen wurden. Die Siedlungen entstanden 1904 für die schwarzen Minenarbeiter. Auch wenn diese Zeiten lange vorbei sind, sehe ich auf dem Weg zum Krankenhaus kaum bis keine weißen Menschen.






Soweto gilt als Standort der Anti-Apartheid Bewegung, Nelson Mandela ist hier aufgewachsen und sein Geburtshaus wurde in ein Museum umgewandelt. Eine weitere Touristen Attraktion ist das Hector Pietersen Memorial, eine Gedenktafel für den 12 jährigen Schüler, der bei den friedlichen Protesten der Schüler der Orlando West Highschool gegen die Einführung von Afrikaans als Unterrichtssprache von Polizisten erschossen wurde. Ein Foto des sterbenden Hectors sorgte weltweit für Aufsehen und wurde dadurch ein Symbol des Aufstandes der schwarzen Bevölkerung gegen das Apartheid-System.

 
Ich hab leider nicht viele Fotos gemacht, beim nächsten Besuch wird das aber geändert ;)



Auch wenn es noch arme Viertel gibt, hat sich Soweto in vieler Hinsicht weiterentwickelt. Es gibt Viertel in denen eine neue aufstrebende, schwarze Mittelschicht lebt und sich von der Vergangenheit loslöst.
Klar, es gibt noch Gebiete in denen man sich als (weißer) Tourist nicht aufhalten sollte, und in denen es häufig zu Überfällen kommt, aber in den meisten Vierteln haben sich die Menschen zusammengeschlossen und sorgen so für Sicherheit. 
Als ich mit der Marketing Managerin eines Krankenhauses ein Day Care Center, dass von Clinix Essen bekommt, besuchte, wurden wir sofort überschwänglich von den Kindern und Betreuern begrüßt. Dieses Gebiet bestand aus einfach gebauten Hütten mit Wellblechdächern, man findet jedoch auch Viertel mit einer Vielzahl von normalen Häusern.
Der Tourismus ist für viele eine wichtige Einkommensquelle, Soweto ist das Ziel in Johannesburg und Südafrika, um die Vergangenheit der schwarzen Bevölkerung zu verstehen. So geben viele der Township Bewohner Touren durch ihre Viertel. Deshalb wird auch an der dortigen Sicherheit gearbeitet, denn Kriminalität bedeutet logischerweise auch weniger Touristen.

Auch ich habe erst einen kleinen Einblick in das riesige Soweto bekommen, bin mir jedoch sicher, dass das nicht mein einziger Besuch gewesen war. 
Ich hoffe, euch hat dieser kleine Einblick gefallen.
Liebe Grüße :)
Katja   


Dienstag, 20. November 2012

Jo'burg

Erstmal sorry, dass ich mich solange nicht mehr gemeldet habe, das Thema Internet stellt sich nur als etwas schwieriger heraus ;)
Planmäßig bekommen wir jedoch heute oder morgen zuhause Internet, also wird es dann auch häufiger Posts geben :)

Heute gibt es Fotos, also bleibt gespannt!

Fangen wir mit letztem Wochenende an, es herrschten wunderschöne Temperaturen um die 28°.


Johannesburg hat wirklich eine Vielzahl an Parks, Wäldern und Grünanlagen, auch wenn man das nicht erwartet. Anscheinend ist Jo'burg sogar eine der grünsten Städte der Welt!

Die lila Bäume, die man wirklich überall sieht, heißen Jacaranda. Ihre Blüten bilden einen wunderschönen Teppich auf den anliegenden Straßen.



Im richtigen City Zentrum sieht es natürlich ganz anders aus. Die meisten der Häuser sind unbewohnt und heruntergekommen. Wegen der hohen Kriminalitätsrate sind die meisten der Bewohner und Unternehmen in die umliegenden, sicheren Gebiete gezogen.



Deshalb wird versucht, die Innenstadt populärer zu machen, und es entstehen laufend neue In-Viertel mit Galerien und Studenten-Bars. So auch im Stadtviertel Newtown.
Auf den Dächern gibt es Bars und Clubs, und in einem alten Hochhaus findet Samstags ein neighbourhood market statt. Hier gesellen sich wirklich alle Bevölkerungsschichten von Johannesburg zusammen, alt & jung, ob schwarz, weiß oder colored. Es wird getrunken, geredet und die Vielfalt der Besucher spiegelt sich auch in den angebotenen Speisen wieder, von Flammkuchen über Paella bis zu indischem Curry findet man hier wirklich eine Vielzahl an kulinarischen Spezialitäten.


So, dass wars erstmal für diesen Post. Ihr könnt euch aber schonmal auf einen Bericht über Soweto freuen. Dort war ich letzte Woche aufgrund meines Praktikums in zwei verschiedenen Krankenhäusern und konnte die Township Mentalität mit einem neuen Aufschwung erleben. Denn hier findet man nicht nur Wellblechhütten und Kriminalität an jeder Ecke, die zahlreichen Malls bieten nur einen kleinen Einblick in die Weiterentwicklung der armen Bevölkerung, aber dazu bald mehr :)

Liebe Grüße aus dem sonnigen Jo'burg!
Katja


Freitag, 2. November 2012

Welcome to South Africa!

Diesen Satz hab ich in den letzten paar Tagen schon geschätzt 100 mal gehört. Hier sind alle wirklich super nett und freundlich, ich kann mir die ganzen Namen nichtmal annähernd merken.. (Vorallem bei Namen wie Hlengiwe (ausgesprochen Chsengiwe), Muzi, Maki...)

Mit meinem Flug hat alles gut geklappt, in Johannesburg erwartete mich sogar gleich nach dem Aussteigen vom Flieger eine Dame vom Airport, die mich ganz VIP style mäßig an der langen Schlange der Passkontrolle vorbeiführte und an einem Extra Schalter alles klärte. An meinem 3013er Visum hat sich auch niemand gestört, und hier lachen nur alle darüber und sagen "Not your fault!", lebenslanges Visum für SA, nicht schlecht ;) .

Nach dem Gepäckband wurde ich auch schon von meiner "Host"family erwartet, von Kgolo und seiner Schwester Lebo (beide so Ende 20) , den Kindern von dem Direktor des Krankenhauses in dem ich Praktikum mache.
Dann ging es mit dem Auto nach Johannesburg, beziehungsweise in einen Vorort, wo die besseren Gegenden sind. Wir wohnen in einer "Safe area", die abends und nachts bewacht ist und zusätzlich ist vor unserem 3/4 Häuser Park noch ein elektronisches Tor.
Die Sicherheitsvorkehrungen sind in SA total anders, als ich auf die Frage von Lebo, was ich denn noch heute Abend machen wolle, mit "Wir können ja ein bisschen in der Stadt rumlaufen" antwortete, erntete ich leider nur ein Lachen und ein "Oh you sweet German girl!". Wirklich jeder fährt hier Auto, egal ob es nur 200m zu einer Bar sind. Nur die ärmeren Leute und Obdachlosen laufen am Straßenrand, sogar auf der Autobahn, was bei den Fahrkünsten mancher Südafrikaner und Taxi-Fahrer wirklich fragwürdig ist.

Internetweise habe ich bis jetzt leider nur in der Arbeit Zugang (also ppsssht, aber ich glaube jeder weiß wie viel man anfangs bei einem Praktikum zu tun hat ;) ) und natürlich ist Facebook gesperrt :/ .
Für zu hause muss ich mir noch einen Internetstick besorgen, dann steht Facebook und Skypen nichts mehr im Weg :D

So, Tanja, damit ich dich nicht überfordere, hör ich jetzt mal auf und mach mich weiter ans Arbeiten *hust*. ;)
Im nächsten Post folgen hoffentlich Fotos, denn Johannesburg ist, auf alle Fälle die Vororte, richtig grün, mit Palmen, Bäumen und vielen bunten Blumen.

Bis bald,
Katja